8 min read
Leserengagement in der Zeitungs-App messen: So testen Sie neue Funktionen
Spiele, Podcasts, Umfragen und Veranstaltungen können Ihren Leserinnen und Lesern neue Gründe geben, die Zeitungs-App regelmäßig zu öffnen. Doch wie finden Sie heraus, ob diese Angebote tatsächlich einen Unterschied machen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Leserengagement messen, wiederkehrende Besuche analysieren und neue Funktionen gezielt bewerten.
Sie möchten Prenly näher kennenlernen? Entdecken Sie die Möglichkeiten und vereinbaren Sie einen Termin mit uns →
Für Zeitungen und Magazine zählt nicht allein, wie viele Menschen ihre App öffnen. Mindestens genauso wichtig ist, was die Leserschaft dort macht: Welche Inhalte werden genutzt? Welche Angebote kommen besonders gut an? Und was bringt Menschen dazu, immer wieder zurückzukehren?
Eine neue Funktion kann zum Start für viel Aufmerksamkeit sorgen. Ob sie langfristig einen Mehrwert bietet, zeigt sich jedoch erst mit der Zeit. Nutzen die Leser das Angebot auch nach einigen Wochen noch? Entdecken sie dadurch weitere redaktionelle Inhalte? Und wird die App für sie zu einem festen Bestandteil des Alltags?
Mit klar definierten Zielen und den passenden Kennzahlen können Verlage diese Fragen systematisch untersuchen und ihre digitalen Angebote auf Grundlage verlässlicher Erkenntnisse weiterentwickeln.
Sie möchten Prenly kennenlernen? Vereinbaren Sie einen Termin mit uns →
Warum sollten Verlage das Leserengagement messen?
Menschen für eine Zeitungs-App zu gewinnen, ist eine Herausforderung. Sie dauerhaft für das Angebot zu begeistern, eine andere.
Für eine Lokalzeitung kann das bedeuten, dass Leser morgens die aktuellen Nachrichten lesen und am Wochenende nach Veranstaltungen in ihrer Region suchen. Bei einem monatlich erscheinenden Fachmagazin geht es möglicherweise darum, den Kontakt zur Leserschaft auch zwischen den Ausgaben aufrechtzuerhalten.
Zusätzliche Funktionen können dabei helfen. Mit Prenly Engage können Verlage ihre bestehende App beispielsweise um Spiele, Umfragen, Podcasts und Veranstaltungen erweitern. Damit entstehen neue Anlässe, die App auch unabhängig vom Erscheinungstermin einer Ausgabe zu öffnen.
Allerdings spricht nicht jedes Angebot jede Zielgruppe gleichermaßen an.
Wenn Sie das Leserengagement messen, können Sie besser nachvollziehen, welche Funktionen tatsächlich genutzt werden, wie sich das Nutzungsverhalten verändert und wo sich Verbesserungen lohnen.
Leserengagement messen: Vier Schritte für einen aussagekräftigen Test
Sie benötigen nicht sofort ein umfangreiches Analyseprojekt. Oft reicht es aus, zunächst eine einzelne Funktion zu testen, ein konkretes Ziel festzulegen und wenige aussagekräftige Kennzahlen zu beobachten.
1. Legen Sie fest, was Sie erreichen möchten
Bevor Sie eine neue Funktion einführen, sollten Sie sich fragen, welches Problem sie lösen soll.
Möchten Sie erreichen, dass Leser Ihre App häufiger öffnen? Soll das Angebot bestehende Abonnenten stärker an Ihre Publikation binden? Oder möchten Sie die Aufmerksamkeit auf weitere redaktionelle Inhalte lenken?
Ein Beispiel: Eine Regionalzeitung ergänzt ihre App um einen Veranstaltungskalender. Damit möchte sie Leser dazu bewegen, regelmäßig nach Konzerten, Märkten oder anderen Terminen in der Umgebung zu suchen.
Ein Fachmagazin könnte dagegen ein wöchentliches Quiz anbieten, um seine Zielgruppe auch zwischen zwei Ausgaben anzusprechen.
Beide Angebote verfolgen unterschiedliche Ziele. Deshalb sollten sie auch anhand unterschiedlicher Kriterien bewertet werden.
2. Analysieren Sie die bisherige Nutzung
Bevor der Test beginnt, benötigen Sie einen Ausgangspunkt.
Wie häufig wird Ihre App derzeit genutzt? An welchen Tagen ist die Aktivität besonders hoch? Wie verändert sich das Nutzungsverhalten zwischen den Erscheinungsterminen?
Wenn Sie diese Fragen beantworten können, lassen sich spätere Entwicklungen besser einordnen.
Berücksichtigen Sie dabei auch äußere Einflüsse. Eine außergewöhnliche Nachrichtenlage, eine große Werbekampagne oder die Veröffentlichung einer neuen Ausgabe können die App-Nutzung ebenfalls verändern.
Nicht jeder Anstieg der Besucherzahlen ist automatisch auf die neue Funktion zurückzuführen.
3. Wählen Sie die richtigen Kennzahlen
Konzentrieren Sie sich auf wenige Kennzahlen, die zu Ihrem Ziel passen.
Besonders hilfreich sind drei Bereiche:
-
Nutzung der Funktion: Wie viele Leser entdecken und verwenden das neue Angebot? Diese Kennzahl zeigt, ob die Funktion Interesse weckt und gut auffindbar ist.
-
Wiederkehrende Besuche: Wie viele Leser kommen innerhalb eines festgelegten Zeitraums erneut in die App? So können Sie erkennen, wie sich wiederkehrende Nutzungsgewohnheiten entwickeln.
-
Weitere Nutzung redaktioneller Inhalte: Lesen Nutzer anschließend Artikel, öffnen eine E-Paper-Ausgabe oder entdecken andere Inhalte? Das hilft Ihnen zu verstehen, wie sich die neue Funktion in das gesamte Leseerlebnis einfügt.
Wichtig ist dabei, App-Aufrufe und tatsächliche Funktionsnutzung nicht gleichzusetzen. Nur weil jemand die App öffnet, bedeutet das nicht, dass er auch das neue Quiz gespielt oder einen Podcast angehört hat.
Prüfen Sie deshalb vorab, welche Aktivitäten Ihre Analyselösung tatsächlich erfassen kann.
4. Beobachten Sie die Entwicklung über einen passenden Zeitraum
Geben Sie der neuen Funktion Zeit, sich im Alltag Ihrer Leser zu etablieren.
Bei einer Tageszeitung kann es sinnvoll sein, die Nutzung über mehrere Wochen zu verfolgen. Bei einem monatlich oder vierteljährlich erscheinenden Magazin benötigen Sie möglicherweise einen längeren Beobachtungszeitraum.
Entscheidend ist nicht nur, wie viele Menschen eine Funktion beim ersten Mal ausprobieren. Interessanter ist häufig, ob sie das Angebot später erneut nutzen.
Seien Sie bei der Interpretation dennoch vorsichtig: Wenn Quizteilnehmer häufiger zurückkehren als andere Leser, kann das auch daran liegen, dass diese Personen schon vorher besonders aktiv waren.
Eine sorgfältige Auswertung hilft Ihnen, solche Zusammenhänge zu erkennen und realistische Schlussfolgerungen zu ziehen.
Welche Funktionen fördern das Leserengagement?
Nicht jede Funktion erfüllt denselben Zweck. Deshalb lohnt es sich, unterschiedliche Angebote getrennt zu betrachten.
Spiele und Quizze: Entstehen neue Nutzungsgewohnheiten?
Ein tägliches Quiz oder Rätsel kann einen zusätzlichen Anlass schaffen, die Zeitungs-App regelmäßig zu öffnen.
Hier lohnt es sich zu untersuchen, wie viele Leser das Spiel ausprobieren, wie häufig sie zurückkehren und ob sie anschließend weitere Inhalte nutzen.
Besonders interessant ist, ob aus einer einmaligen Teilnahme eine wiederkehrende Gewohnheit wird.
Podcasts: Wie wird das Audioangebot genutzt?
Podcasts ermöglichen es der Leserschaft, Inhalte auch dann zu nutzen, wenn gerade keine Zeit zum Lesen bleibt – etwa auf dem Arbeitsweg oder beim Spaziergang.
Sie können beispielsweise untersuchen, wie viele Menschen eine Folge starten, wie lange sie zuhören und ob sie weitere Episoden aufrufen.
So erhalten Sie Hinweise darauf, welche Themen und Formate bei Ihrer Zielgruppe Anklang finden.
Veranstaltungen: Wird die App im Alltag relevanter?
Für Lokal- und Regionalzeitungen kann eine Veranstaltungsübersicht einen praktischen Mehrwert schaffen.
Leser finden dort Informationen zu Konzerten, Märkten, Vorträgen oder anderen Aktivitäten in ihrer Umgebung.
Bei der Auswertung können Sie beobachten, welche Veranstaltungen besonders gefragt sind und ob die Übersicht regelmäßig genutzt wird – beispielsweise vor dem Wochenende.
Umfragen und Leserfragen: Wie aktiv beteiligt sich die Leserschaft?
Mit Fragen und Umfragen können Redaktionen ihre Leser stärker einbeziehen.
Dabei geht es nicht nur um die Zahl der abgegebenen Stimmen. Interessant ist auch, welche Themen besonders viele Reaktionen auslösen und ob die Antworten neue Anregungen für die redaktionelle Arbeit liefern.
Solche Erkenntnisse können dabei helfen, Themen besser auf die Interessen der eigenen Zielgruppe abzustimmen.
Entscheidend ist nicht, dass jede Funktion möglichst viele Klicks erzeugt. Entscheidend ist, ob sie den gewünschten Mehrwert für Ihre Leser schafft.
Drei häufige Fehler bei der Auswertung von App-Daten
Auch gute Kennzahlen können zu falschen Schlussfolgerungen führen, wenn sie nicht richtig eingeordnet werden.
App-Aufrufe mit einzelnen Lesern verwechseln
Eine Person kann die App mehrmals am Tag öffnen. Die Zahl der Sitzungen ist deshalb nicht mit der Anzahl der einzelnen Leser gleichzusetzen.
Achten Sie darauf, welche Kennzahl Sie betrachten und wie Nutzer in Ihrem Analysesystem erfasst werden.
Website-Daten als App-Nutzung interpretieren
Die Besucherstatistik Ihrer Verlagswebsite zeigt nicht automatisch, wie Menschen Ihre Zeitungs-App verwenden.
Wenn Sie beispielsweise Google Analytics 4 einsetzen, muss die App-Nutzung entsprechend erfasst werden. Prüfen Sie daher, welche Datenquellen und Ereignisse tatsächlich in Ihre Auswertung einfließen.
Zu früh über Erfolg oder Misserfolg entscheiden
Ein starkes Interesse unmittelbar nach dem Start kann erfreulich sein, sagt aber wenig über die langfristige Nutzung aus.
Umgekehrt muss eine Funktion mit zunächst geringer Beteiligung nicht grundsätzlich ungeeignet sein. Vielleicht ist sie schwer zu finden, wurde zu wenig beworben oder benötigt eine längere Anlaufphase.
Betrachten Sie deshalb nicht nur die Zahlen, sondern auch die Umstände, unter denen sie entstanden sind.
Nutzen Sie Ihre Erkenntnisse, um das Leseerlebnis zu verbessern
Die eigentliche Arbeit beginnt nach der Auswertung: Was können Sie aus den Ergebnissen lernen?
Vielleicht stellen Sie fest, dass Ihr Quiz regelmäßig genutzt wird, aber nur wenige Leser es auf der Startseite entdecken. Dann könnte eine prominentere Platzierung sinnvoll sein.
Möglicherweise kommen Ihre Podcasts besonders bei einer bestimmten Zielgruppe gut an. Das könnte ein Anlass sein, weitere Audioformate für diese Leser zu entwickeln.
Und wenn eine Funktion weniger genutzt wird als erwartet, ist auch das eine wertvolle Erkenntnis.
Sie können das Angebot anpassen, anders präsentieren, länger testen oder sich bewusst dagegen entscheiden, weitere Ressourcen zu investieren.
Das Ziel besteht nicht darin, möglichst viele Funktionen anzubieten. Viel wichtiger ist ein digitales Leseerlebnis, das zu Ihrer Publikation und den Bedürfnissen Ihrer Leserschaft passt.
Weitere Anregungen finden Sie in unserem Beitrag So können Magazine ihre Leser auch zwischen den Ausgaben binden.
Prenly Engage: Geben Sie Ihren Lesern mehr Gründe, wiederzukommen
Mit Prenly Engage können Zeitungen und Magazine ihre bestehende Prenly-App um zusätzliche Inhalte und interaktive Angebote erweitern.
Dazu gehören beispielsweise Spiele und Quizze mit Prenly Games, Fragen und Umfragen mit Prenly React, Podcasts sowie lokale Veranstaltungen mit Prenly Events.
Diese Angebote ergänzen die journalistischen Inhalte direkt innerhalb des bestehenden digitalen Leseerlebnisses. Die Leser müssen dafür nicht zu einer zusätzlichen App wechseln.
Sie können mit einer einzelnen Funktion beginnen und Ihr Angebot schrittweise erweitern, sobald Sie mehr darüber wissen, was Ihre Leserschaft interessiert.
Welche Funktionen in Ihrem Markt verfügbar sind und welche Auswertungsmöglichkeiten bestehen, hängt von Ihrer jeweiligen Lösung und Konfiguration ab.
Ob Sie eine digitale Zeitung oder ein digitales Magazin veröffentlichen: Entscheidend ist, dass Ihre Inhalte auch langfristig relevant bleiben und Leser gerne zu Ihrer Publikation zurückkehren.
Sie möchten Ihre Leserbindung stärken und erfahren, welche Möglichkeiten Prenly Engage für Ihre Publikation bietet?
Vereinbaren Sie einen Termin mit Prenly →
Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie Ihr digitales Leseerlebnis erweitern und welche Funktionen zu Ihren Zielen und Ihrer Leserschaft passen.