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Die Zukunft digitaler Magazine: Worauf Verlage jetzt achten sollten
Warum digitalen Magazinen die Zukunft gehört
Bei der Zukunft von Magazinen geht es nicht darum, Print einfach durch eine digitale Kopie zu ersetzen. Es geht darum, die Stärken des Magazins zu bewahren und gleichzeitig ein digitales Erlebnis zu schaffen, das leichter zugänglich, flexibler nutzbar und über den Erscheinungstag hinaus relevant ist.
Für Verlage bedeutet das: über ein einzelnes Format hinauszudenken.
Ein modernes Magazin kann als Printausgabe, E-Paper, App, Web-Ausgabe, in Form einzelner Artikel, als Audio, Podcast oder interaktiver Inhalt verfügbar sein. Die Herausforderung besteht darin, diese Formate zu einem stimmigen Gesamtprodukt zu verbinden – statt sie wie voneinander getrennte Kanäle wirken zu lassen.
Die stärksten digitalen Magazinstrategien stellen die kuratierte Ausgabe weiterhin ins Zentrum und geben Leserinnen und Lesern gleichzeitig mehr Möglichkeiten zu lesen, zuzuhören, Inhalte zu entdecken und zurückzukehren.
Für Verlage, die dieses Erlebnis weiterentwickeln möchten, geht es beim digitalen Publishing für Magazine zunehmend darum, die Ausgabe mit all dem zu verbinden, was rund um sie stattfinden kann.
Doch wie sieht die Zukunft digitaler Magazine konkret aus – und worauf sollten Verlage jetzt den größten Fokus legen?
Wie sieht die Zukunft digitaler Magazine aus?
Die Zukunft digitaler Magazine wird voraussichtlich hybrid, barriereärmer und multimedial sein.
Die Magazinausgabe selbst wird weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Leserinnen und Leser schätzen die redaktionelle Auswahl, die visuelle Identität und das Gefühl einer abgeschlossenen, sorgfältig kuratierten Ausgabe.
Digitales Publishing bietet Verlagen jedoch die Möglichkeit, rund um diese Ausgabe zusätzliche Erlebnisse zu schaffen.
Anstatt Leserinnen und Leser zwischen dem gestalteten Magazin und einer mobil optimierten Darstellung wählen zu lassen, können Verlage beides anbieten. Und anstatt die Beziehung zur Leserschaft auf den Erscheinungstag zu beschränken, können Artikel, Audio, Podcasts, Spiele und weitere Inhalte zwischen den einzelnen Ausgaben ergänzt werden.
Das Ziel besteht nicht darin, jedes Magazin in eine täglich aktualisierte Nachrichtenseite zu verwandeln.
Es geht vielmehr darum, das digitale Magazin in mehr Situationen nützlich und relevant zu machen.
1. Die Ausgabe behalten – aber digital besser lesbar machen
Eine der wichtigsten Fragen für Magazinverlage lautet: Wie viel von der klassischen Ausgabe sollte im digitalen Erlebnis erhalten bleiben?
Die Antwort muss nicht entweder oder lauten.
Ein E-Paper oder eine digitale Ausgabe bewahrt Gestaltung, Struktur, Anzeigen und den redaktionellen Ablauf des ursprünglichen Magazins. Für viele Leserinnen und Leser ist dieses vollständige, kuratierte Erlebnis weiterhin ein wesentlicher Bestandteil dessen, was ein Magazin ausmacht.
Eine für Print gestaltete Seite ist auf dem Smartphone jedoch nicht immer angenehm zu lesen.
Derselbe Inhalt kann deshalb zusätzlich in einer artikelbasierten Ansicht angeboten werden, die sich besser an kleinere Bildschirme und unterschiedliche Lesesituationen anpasst.
Eine Leserin oder ein Leser kann beispielsweise auf dem Tablet die gestaltete Ausgabe bevorzugen und auf dem Smartphone zur Artikelansicht wechseln. Die Publikation bleibt dieselbe – nur die Art, wie sie genutzt wird, verändert sich.
Diese Kombination aus vollständigen digitalen Ausgaben und flexiblem artikelbasiertem Lesen ist ein zentraler Bestandteil von Prenly Reader.
Verlage, die den Schritt von Printdateien hin zu einem umfassenderen digitalen Leseerlebnis planen, können außerdem mehr darüber erfahren, warum modernes E-Paper-Publishing mehr braucht als eine einfache PDF- oder EPUB-Konvertierung.
2. Das Magazin in Apps und im Web verfügbar machen
Leserinnen und Leser gelangen nicht alle auf dieselbe Weise zu einem Magazin.
Einige öffnen eine eigene App. Andere kommen über den Browser, einen Newsletter, ein Suchergebnis oder einen geteilten Link.
Ein modernes digitales Magazin sollte deshalb über verschiedene Geräte und Einstiegspunkte hinweg funktionieren, ohne dass das Erlebnis fragmentiert wirkt.
Apps können durch eine gebrandete Umgebung, gespeicherten Zugang und Push-Benachrichtigungen eine besonders direkte Beziehung zur Leserschaft schaffen.
Das Web bietet einen weiteren wichtigen Zugang zur Publikation und ermöglicht es Leserinnen und Lesern, Inhalte zu nutzen, ohne zunächst eine App herunterladen zu müssen.
Beide Kanäle sollten sich ergänzen.
Leserinnen und Leser sollten dieselbe Publikation, dieselben Inhalte und dieselbe Marke wiedererkennen – unabhängig davon, ob sie auf iOS, Android oder im Web lesen.
Genau deshalb sollte eine moderne Digital Publishing Plattform mehr können, als lediglich eine digitale Ausgabe bereitzustellen. Sie sollte Publishing, Distribution und Leseerlebnis über verschiedene Kanäle hinweg miteinander verbinden.
3. Eine Leserbeziehung aufbauen, die zwischen den Ausgaben weitergeht
Wöchentlich, monatlich oder quartalsweise erscheinende Magazine erzeugen naturgemäß Aufmerksamkeitsspitzen rund um den Erscheinungstag einer neuen Ausgabe.
Doch was passiert danach?
Bei einem Monatsmagazin können mehrere Wochen bis zur nächsten Ausgabe vergehen. Bei einem Quartalsmagazin ist der Zeitraum noch länger.
Das Interesse der Leserschaft am Thema verschwindet in dieser Zeit jedoch nicht.
Digitales Publishing gibt Magazinen die Möglichkeit, zwischen den Erscheinungsterminen relevant zu bleiben – ohne dass die Redaktion zu einer täglichen Newsredaktion werden muss.
Ein Verlag kann beispielsweise einen einzelnen Artikel hervorheben, wertvolle Inhalte aus dem Archiv erneut sichtbar machen, einen Podcast veröffentlichen, eine relevante Push-Benachrichtigung senden oder ein interaktives Erlebnis rund um das Thema des Magazins anbieten.
Damit verändert sich die Leserreise von:
neue Ausgabe → lesen → auf die nächste Ausgabe warten
hin zu einem kontinuierlicheren Ablauf:
neue Ausgabe → lesen → entdecken → hören → interagieren → zurückkehren
Das Ziel ist nicht einfach, häufiger zu veröffentlichen. Es geht darum, relevante Gründe für eine Rückkehr zu schaffen.
Genau darum geht es auch bei Prenly Engage: Leserinnen und Lesern über die einzelne Ausgabe hinaus weitere relevante Erlebnisse anzubieten.
4. Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geben zuzuhören
Lesen ist längst nicht mehr die einzige Möglichkeit, Magazin-Inhalte zu nutzen.
Audio macht redaktionelle Inhalte auch in Situationen zugänglich, in denen Lesen schwierig oder unpraktisch ist – etwa beim Pendeln, Spazierengehen, Sport oder bei anderen Tätigkeiten.
Für Verlage kann Audio unterschiedliche Formen annehmen.
Ein längerer Artikel kann zusätzlich als Audio angeboten werden. Ein Interview kann zu einer Podcastfolge werden. Eine Auswahl aktueller Geschichten lässt sich als Audio-Briefing zusammenstellen. Auch bestehende Podcasts können direkt Teil des digitalen Magazinangebots werden.
Dafür muss nicht zwangsläufig eine komplett neue Audio-Redaktion aufgebaut werden.
Bestehende redaktionelle Inhalte lassen sich häufig in weitere Formate übertragen.
Text-to-Speech-Technologie ermöglicht es außerdem, geschriebene Artikel skalierbar in natürlich klingendes Audio umzuwandeln. Mehr dazu erfahren Verlage in unserem Artikel über Enhanced Text-to-Speech mit ElevenLabs und Prenly.
Der entscheidende Wandel besteht darin, dass Audio nicht außerhalb der Publikation stattfinden muss.
Es kann eine weitere Möglichkeit werden, dieselbe redaktionelle Marke zu erleben.
5. Leserinnen und Lesern etwas zum Mitmachen geben – nicht nur zum Lesen
Das klassische Magazinerlebnis ist weitgehend einseitig: Der Verlag erstellt die Ausgabe und die Leserschaft konsumiert sie.
Digitale Produkte können eine zusätzliche Ebene schaffen.
Spiele, Quizze, Umfragen, Wettbewerbe und andere interaktive Formate geben Leserinnen und Lesern nicht nur etwas zu lesen, sondern auch etwas zu tun.
Bei Fach- und Special-Interest-Magazinen lassen sich solche Inhalte besonders gut mit dem redaktionellen Thema verbinden.
Ein Food-Magazin könnte beispielsweise ein Quiz zu Zutaten oder kulinarischen Traditionen anbieten. Ein Reisemagazin könnte Leserinnen und Leser dazu auffordern, Reiseziele zu erkennen. Ein Geschichtsmagazin könnte Wissen über Personen oder Ereignisse testen. Ein Fachmagazin könnte Quizze zu Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Branche erstellen.
Die stärksten interaktiven Formate wirken nicht wie zufällige Ergänzungen der App.
Sie stärken vielmehr das Fachwissen, die Themenwelt und die Identität, die Leserinnen und Leser bereits mit dem Magazin verbinden.
Mit Prenly Games können Verlage Spiele, Quizze und Wettbewerbe in das bestehende Leseerlebnis integrieren und zusätzliche Gründe schaffen, regelmäßig zurückzukehren. Mehr dazu finden Sie bei Prenly Engage.
Diese übergeordnete Idee steht im Zentrum von Prenly Engage: Die Publikation wird um zusätzliche Erlebnisse ergänzt, die den redaktionellen Inhalt sinnvoll erweitern – ohne Leserinnen und Leser auf separate Plattformen zu schicken.
6. Push-Benachrichtigungen gezielt einsetzen
Eine Magazin-App eröffnet Verlagen etwas, das ihnen früher nur eingeschränkt zur Verfügung stand: einen direkten Weg zurück zur Leserschaft.
Genau das macht Push-Benachrichtigungen so wirkungsvoll.
Und genau deshalb können sie auch schnell zu häufig eingesetzt werden.
Eine Push-Benachrichtigung ist besonders dann sinnvoll, wenn es einen echten Grund für die Rückkehr gibt, zum Beispiel:
- eine neue Ausgabe
- einen wichtigen Artikel
- eine neue Podcastfolge
- eine Sonderausgabe
- ein Quiz oder Spiel
- eine bevorstehende Veranstaltung
- ein aktuelles Update
Das entscheidende Wort lautet Relevanz.
Wenn jeder neue Inhalt automatisch eine Benachrichtigung auslöst, verliert der Kanal schnell an Wert.
Stattdessen können Push-Benachrichtigungen Teil des redaktionellen Rhythmus werden.
Bei einem Food-Magazin könnte das beispielsweise bedeuten, vor dem Wochenende eine Rezeptsammlung hervorzuheben. Ein Wirtschaftsmagazin könnte auf eine aktuelle Analyse aufmerksam machen. Bei einem Mitgliedermagazin kann ein wichtiges Update oder eine bevorstehende Veranstaltung relevant sein.
Das Ziel besteht nicht einfach darin, Leserinnen und Leser häufiger zurückzubringen.
Es geht darum, sie genau dann zurückzubringen, wenn wirklich etwas Nützliches, Interessantes oder Unterhaltsames auf sie wartet.
7. Barrierefreiheit als Teil des Leseerlebnisses verstehen
Ein digitales Magazin sollte mehr Flexibilität bieten, als lediglich die gedruckte Seite auf einem Bildschirm abzubilden.
Leserinnen und Leser nutzen unterschiedliche Geräte, haben unterschiedliche Bedürfnisse und konsumieren Inhalte in unterschiedlichen Situationen.
Artikelbasiertes Lesen, anpassbare Textgrößen, zugängliche Navigation und Text-to-Speech können dazu beitragen, redaktionelle Inhalte für mehr Menschen nutzbar zu machen.
Barrierefreiheit sollte deshalb nicht getrennt vom allgemeinen Leseerlebnis betrachtet werden.
Eine Leserin oder ein Leser kann beispielsweise auf dem Tablet die gestaltete Ausgabe bevorzugen, auf dem Smartphone die Artikelansicht nutzen und unterwegs Audio hören.
Eine andere Person benötigt möglicherweise eine größere Schrift oder Text-to-Speech, um dieselben Inhalte komfortabel nutzen zu können.
Der Inhalt bleibt derselbe – nur die bevorzugte Form des Erlebens verändert sich.
Ein flexibles digitales Leseerlebnis wie Prenly Reader ermöglicht es, die digitale Ausgabe im Zentrum zu behalten und gleichzeitig zusätzliche Wege für den Zugang zu den Inhalten anzubieten.
8. Digitale Kanäle nutzen, um Magazin-Inhalte länger relevant zu halten
Magazinverlage verfügen häufig über einen besonders wertvollen Schatz, der im Druck, ständig neue Inhalte zu produzieren, leicht übersehen wird:
das Archiv.
Jahre an Interviews, Ratgebern, Fachberichten, Rezepten, Analysen, Porträts und Evergreen-Inhalten sind möglicherweise bereits vorhanden.
Digitales Publishing schafft neue Möglichkeiten, diese Inhalte dann wieder sichtbar zu machen, wenn sie erneut relevant werden.
Verlage können beispielsweise erstellen:
- thematische Sammlungen aus früheren Ausgaben
- saisonale Guides
- Empfehlungen aus dem Archiv
- aktualisierte Versionen zeitloser Artikel
- Audio-Versionen bestehender Beiträge
- Quizze auf Basis bereits veröffentlichter Inhalte
- „Best of“-Sammlungen zu bestimmten Themen
Ein Gartenmagazin verfügt möglicherweise über Jahre hinweg wertvolle saisonale Inhalte.
Ein Wirtschaftsmagazin hat Interviews und Analysen im Archiv, die erneut relevant werden, wenn ein Unternehmen wieder in den Nachrichten steht.
Ein Food-Magazin kann Rezepte passend zu Jahreszeiten, Feiertagen oder bestimmten Zutaten erneut hervorheben.
Die Frage verändert sich von:
Was können wir heute veröffentlichen?
zu:
Welche Inhalte besitzen wir bereits, die für unsere Leserinnen und Leser heute wieder wertvoll sind?
Das ist ein wichtiger Perspektivwechsel, denn die Zukunft digitaler Magazine besteht nicht zwangsläufig darin, immer mehr Inhalte zu produzieren.
Es geht auch darum, mehr Wert aus dem Journalismus zu schaffen, in den Verlage bereits investiert haben.
9. Nicht den gesamten Publishing-Workflow neu aufbauen, nur um digitaler zu werden
Die Zukunft des Magazin-Publishings betrifft nicht nur das, was Leserinnen und Leser sehen.
Sie betrifft auch das, was im Hintergrund geschieht.
Etablierte Magazinverlage verfügen möglicherweise bereits über Redaktionssysteme, Print-Produktionsprozesse, Abonnentendatenbanken, Authentifizierungssysteme, Analytics-Lösungen und Werbetechnologien.
Ein neues oder verbessertes digitales Produkt sollte nicht automatisch bedeuten, dass all diese Systeme ersetzt werden müssen.
Stattdessen sollte die Digital Publishing Plattform mit den Systemen zusammenarbeiten, die für den Verlag bereits sinnvoll funktionieren.
Dazu können der Import von Inhalten aus bestehenden Redaktions- oder Print-Workflows, die Anbindung der Abonnenten-Authentifizierung, die Weitergabe von Daten an Analytics-Lösungen sowie die Integration weiterer Services über APIs oder etablierte Content-Feeds gehören.
Prenly Workspace bündelt Publishing, Aufbereitung und Distribution an einem Ort, während sich Prenly über Integrationen mit bestehenden Redaktions-, Authentifizierungs- und Analytics-Systemen verbinden lässt.
Das ist wichtig, weil digitale Weiterentwicklung unnötig kompliziert wird, wenn jede Verbesserung ein vollständiges Technologie-Austauschprojekt erfordert.
Für viele Verlage ist Weiterentwicklung deshalb sinnvoller als ein kompletter Neustart.
Digital bedeutet nicht das Ende von Print
Über die Zukunft digitaler Magazine zu sprechen bedeutet nicht, dass jeder Verlag auf Print verzichten sollte.
Für viele Magazine besitzt Print weiterhin besondere Qualitäten.
Eine gedruckte Ausgabe kann physische Präsenz, starke visuelle Wirkung, Sammelwert und ein hochwertiges Leseerlebnis bieten.
Die sinnvollere Frage lautet deshalb nicht:
Print oder digital?
Sondern:
Welche Aufgabe erfüllt Print besonders gut – und welchen zusätzlichen Wert kann digital schaffen?
Für manche Verlage bleibt das gedruckte Magazin das zentrale Produkt, während App und Web dessen Wert erweitern.
Andere entwickeln sich stärker in Richtung Digital First oder vollständig digitales Publishing.
Es gibt kein Modell, das zu jedem Magazin passt.
Die richtige Lösung hängt von Zielgruppe, redaktioneller Identität, Erscheinungsrhythmus, Geschäftsmodell und bestehenden Workflows ab.
Diese Entscheidung betrachten wir ausführlicher in Print, digital oder hybrides Publishing: Was funktioniert am besten für moderne Verlage?.
Was sollten Magazinverlage als Nächstes priorisieren?
Verlage müssen nicht jede digitale Funktion gleichzeitig einführen. Ein besserer Ausgangspunkt ist die bestehende Leserreise – und die Frage, an welcher Stelle sie heute endet.
- Wenn Leserinnen und Leser lediglich eine PDF-Replik erhalten, kann eine artikelbasierte mobile Darstellung der nächste sinnvolle Schritt sein.
- Wenn das Magazin bereits eine starke digitale Ausgabe besitzt, aber zwischen den Erscheinungsterminen wenig Aktivität stattfindet, bietet die Leserbindung möglicherweise das größere Potenzial.
- Wenn längere journalistische Inhalte unterwegs schwer konsumierbar sind, kann Audio zusätzlichen Mehrwert schaffen.
- Wenn Leserinnen und Leser Schwierigkeiten haben, Inhalte komfortabel zu nutzen, sollte Barrierefreiheit auf der Roadmap weiter nach oben rücken.
- Wenn ein Magazin bereits eine stark engagierte Special-Interest-Zielgruppe besitzt, können Spiele, Quizze, Veranstaltungen oder andere interaktive Formate neue Möglichkeiten eröffnen.
- Wenn das Publishing-Team viel Zeit damit verbringt, Inhalte manuell zwischen verschiedenen Systemen zu verschieben, sollte möglicherweise der Workflow selbst verbessert werden.
Eine Strategie für digitale Magazine sollte konkrete Probleme für Leserinnen, Leser und Verlag lösen – und nicht einfach nur zusätzliche Technologie einführen.
Die Zukunft von Magazinen liegt in der Verbindung von Ausgabe und Erlebnis
Die Magazinausgabe verschwindet nicht. Ihre Stärken – Kuration, redaktionelle Identität, visuelles Storytelling und Fokus – bleiben wertvoll.
Was sich verändert, ist alles, was rund um die Ausgabe entstehen kann.
Ein digitales Magazin kann die vollständige Ausgabe bewahren und gleichzeitig artikelbasiertes Lesen ermöglichen.
- Es kann in einer App und im Web verfügbar sein.
- Es kann gelesen oder gehört werden.
- Es kann Leserinnen und Lesern Gründe geben, zwischen den Ausgaben zurückzukehren.
- Es kann Inhalte aus jahrelangen Archiven erneut nutzbar machen.
Und all das ist möglich, ohne dass ein Verlag funktionierende Systeme und Workflows vollständig aufgeben muss.
Genau hier wird die Zukunft digitaler Magazine besonders interessant: nicht als Ersatz für das Magazin, sondern als Erweiterung dessen, was ein Magazin sein kann.
Prenly ist eine Digital Publishing Plattform für Zeitungen, Magazine und Medienhäuser, die Publishing-Workflows, digitale Ausgaben und moderne Leseerlebnisse miteinander verbindet.
